14.10.2005
Von wegen "In 80 Tagen um die Welt"
...das geht auch schneller.
Weilheim, 14.10.2005
Ich ärgere mich ein wenig über mich selbst, darüber, dass ich in meinem letzten Eintrag, der eigentlich ein schöner Abschluss sein hätte können, unbedingt noch einen folgenden ankündigen musste. So sitze ich jetzt hier, die Zeit verrinnt, es gibt 1000 Dinge zu tun und ich weiß gar nicht, was ich noch abschließendes schreiben soll.
Vielleicht das:
Geneigte Leserschaft, lieber Gabriel,
vielen Dank für die vielen Komplimente, Fragen, Anregungen (und Tips bezüglich der Filmkonvertierung, die leider bisher erfolglos blieb.) Ich weiß, es gibt noch einige Fragen zu beantworten, was ich in der nächsten Zeit versuchen werde. Man möge es mir jedoch nicht übel nehmen, wenn's noch ein Weilchen dauert.
Wenn Sie jetzt denken, ich hätte aus dem Wochenende ein langes gemacht und wäre erst heute wieder aus einer Art Vorwinterschlaf erwacht, dann haben Sie sich leider geirrt, denn nach dem vergangenen und schönen Wochenende kam der böse Alltag mit einer langen Nadel in, und seinen Freunden "Putzen", "Aufräumen" und "Waschen", an der Hand und stach ganz schnell ein Loch in die "Tourblase", in der ich mich noch immer befand. So bin ich jetzt wieder in seiner Gesellschaft und finde das auch gar nicht so schlecht. Für einige Wochen zumindest.
Allerdings bleibt, im Gegensatz zu einer Tour, die ja doch zu mindestens einem Drittel, wenn nicht zwei, aus Warten besteht, nun leider nicht mehr viel Zeit für einen Weblog.
Und das beantwortet dann auch schon die mehrmals gestellt Frage, nach einer Fortführung desselben. Ich würde ja gerne, aber einerseits sind meine Prioritäten bei meinen fünf Bands und andererseits sollte man aufhören, wenn's am schönsten ist.
Aber irgendwo geht bestimmt irgendwann, irgendwas weiter und vorerst halte ich mich an Johnny Cash:
"We'll meet again"

Her(b)z(st)liche Grüsse aus Bayern
Martin Gretschmann
zeitconsole um 10:01 |
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07.10.2005
Tag 23
Nicht ganz ohne Begeisterung, ob der ungeahnten technologischen Entwicklungen unseres modernen Zeitalters konstatiere ich, dass dieser Eintrag, sowie die beiden vorhergehenden, aus 9601m Höhe gesendet wurden.
Internet im Flugzeug, so etwas war auch mir neu und deshalb musste ich das natürlich sofort testen.
Nach 23 Tagen und etwa 40000 zurückgelegten Kilometern, sollten wir, wenn alles gut geht, in etwa zehn bis zwölf Stunden, heimatlichen Boden betreten und von dort aus werde ich mit Sicherheit noch einmal einen abschließenden Beitrag hier veröffentlichen.
Aber erstmal wird geschlafen, ein Wochenende lang.
Mit den besten Wünschen für selbiges
verbleibt
der
C o n s o l e n m a n n
zeitconsole um 06:23 |
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Tag XXII
Im Laufe der letzten Jahre habe ich einige Geschichten über Japan und vor allem über seine Bewohner gehört. Sie wären ein sehr höfliches und freundliches Volk, sagt man, ebenso würden sie selten jemanden abweisen und etwas ordinäres wie unser "Nein" gebe es erst gar nicht in ihrer Sprache, dafür allerdings sieben verschiedene Wörter für "Ja", wovon eines dann schon so viel wie "Nein" bedeuten würde, aber welches wisse man auch nicht.
Drei Tage reichen nun mit Sicherheit nicht aus, um diese Gerüchte zu verifizieren und schon gar nicht um Japanisch zu lernen, aber immerhin reichen sie aus, um festzustellen, dass dieses Land ein ganz eigener Kosmos ist, in dem wir uns, auch jenseits der Sprachbarriere, nicht so leicht zurechtfinden wie etwa in Italien oder Dänemark. Wen wundert's?
Die scheinbare Abwesenheit eines klaren "Nein" ist natürlich ein wunderbarer Nährboden für seltsame Situationen und Missverständnisse. So hätte mir beispielsweise der nette Herr, der uns gestern Abend betreute, einfach ein "Nein, bitte bleib' hier, denn wenn Du verloren gehst und das Konzert ausfällt, verliere ich meine Ehre (und somit mein Leben)" entgegnen können, als ich ihm nach dem leckeren Essen erklärte, ich wolle noch ein wenig in den Strassen von Tokio herumlaufen und würde dann selbst zum Konzertort kommen.
Er aber nickte nur, zwar mit einem nervösen Zucken unter dem Auge, was allerdings auch sonstwoher kommen kann, kramte in seiner Tasche nach einem Stück Papier, worauf er einige schön aussehende Schriftzeichen sowie seine Mobilnummer kritzelte, und gab mir das Papier mit den Worten, ich solle es einem Taxifahrer zeigen, falls ich verloren ginge. Zehn Minuten später - man möge ihm dies bitte vorenthalten - hatte ich den Zettel leider schon wieder verlegt, allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich, und das wußte er auch, einen Handzettel (=Flyer) vom Konzert besaß, auf dem sogar ein Umgebungsplan der Konzerthalle abgedruckt war.
Als ich um 20 Uhr ohne Komplikationen, zu Fuß und wie immer pünktlich, den Club erreichte und einige meiner, am Eingang stehenden Kollegen antraf, während sie sich darüber unterhielten, wovon man denn zuhause die nächste Miete bezahlen solle, erzählten mir diese, dass der arme Mann seit einer Stunde (also ungefähr seit er mir das Papier gab) dort draussen im Regen stand und nervös nach mir Ausschau hielt....
Nichtsdestotrotz gefällt mir die Höflichkeit der japanischen Menschen sehr gut und ich habe mich schon so daran gewöhnt, dass ich mich auch ständig verneige. Das macht richtig Spaß und als etwas redescheuem Menschen, ist es mir auch lieber, sich kurz und stumm zu verbeugen, als hunderte von inhaltslosen Worten zu wechseln. Egal, höflich bleibt höflich und ich steh drauf. (und zwar plus 5)
Themawechsel:

Den Tag verbrachten wir, was Wunder, mit sieben Stunden Busreise und zwei vor dem Soundcheck verbleibenden Stunden, in denen uns unsere Betreuer zu einem imposanten Tempel führten, der allerdings mit einer unglaublichen Souvenirschlacht eher einer Geldfabrik, als einem religiösen, meditativen Ort glich. Aber egal, ich hatte vor Begeisterung innerhalb von zwei Stunden an die 100 Fotos geschossen, was mir endgültig erklärte, warum die japanischen Touristen vor Schloss Neuschwanstein immer fotografieren, bis die Akkus glühen. Für sie ist das so eine andere Welt, dass sie aus dem Staunen gar nicht mehr rauskommen. Ebenso verhält es sich für uns Europäer im fernen Osten.

Zurück zur Arbeit:
Das letzte und insgesamt 44. Konzert unserer diesjährigen 13&God Aktivitäten fand also in Kyoto, in einem eher kleinen, aber sehr sympathischen Club mit dem Namen Metro statt.
Im Moment gibt es keine feststehenden zukünftigen Termine für diese Kapelle und entsprechend energetisch war dieses letzte Konzert, denn man weiß ja nie, wann und wie man wieder zusammentrifft....
Nachdem das Konzert beendet und alle Instrumente und Musiker von diversen Taxis vor dem Hotel ausgespuckt worden waren, fand erneut eine große Pack- und Verabschiedungszermonie statt. Beide Pole der Band sollten sich nur wenige Stunden später in genau entgegengesetzte Richtungen voneinander entfernen, um jeweils am anderen Ende der Welt zu landen.
zeitconsole um 06:12 |
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Tag XXI
Tokio, 05.10.2005
Was unterscheidet japanische Computer von anderen?

Ihre Essgewohnheiten.
Diese und andere interessante Dinge entdeckte ich im Stadtteil Shibuya bei einem leider zu kurzen Besuch im "Tokyu Hands", einem riesigen Warenhaus, von dessen Vielfalt ich mich schier nicht losreissen konnte und deshalb nach zwei Stunden erst drei von den insgesamt sechs Etagen durchforstet hatte.

Sogar die Streichhölzer haben dort lächelnde Gesichter.
Sehr fasziniert hat mich auch diese Personenwaage mit USB-Anschluß,

von der ich aufgrund mangelnder Japanischkenntnisse bis jetzt noch nicht weiß, ob sie den angeschlossenen Computer bei zu hohem Gewicht dazu veranlasst, Herd und Kreditkarte zu sperren, um jede weitere Nahrungsaufnahme zu verhindern.
Wie bereits erwähnt, war die Zeit viel zu kurz für diesen Laden, denn um 12 Uhr begann für uns die Schicht....
Das Konzert, mit dem wir nicht zufrieden waren, schien zumindest beim Publikum etwas von diesem sagenumwobenen Enthusiasmus geweckt zu haben, von dem ich vielerorten schon gehört hatte.

Oder war ihre Begeisterung vielleicht darin zu begründen, dass sie jemanden sahen, der zwar nicht ihr Äußeres teilt, dafür aber ihren Fetisch, in Form einer Digitalkamera?
zeitconsole um 06:04 |
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04.10.2005
Tag XX
Tokio, 04.10.2005
Das ist also unser erster freier Tag, seit wir vor 20 Tagen zu dieser Reise aufgebrochen sind und dass er ausgerechnet in dieser Stadt passiert, ist natürlich ein großer Glücksfall, vor allem für mich, der ich noch nie in Tokio war und als Technikjunkie wohl kaum einen besseren Ort zur Befriedigung meiner Sucht finden könnte.
Und eben weil ich noch nie hier war und ein Tag auch nicht ewig dauert, fehlt mir leider die Zeit, um ausführlich zu berichten. An dieser Stelle müssen einige kommentierte Fotos leider genügen:
Äh,

wie bedient man denn hier eigentlich die Toilettenspülung?
Sehr praktisch jedenfalls

finde ich die Zebrastreifen, welche nicht etwa zum "Zickzack"-Gehen zwingen, sondern den Fußgängern ermöglichen, eine Kreuzung auch diagonal zu überqueren, ohne das Gesetz zu brechen.
Im Gegensatz zu anderen Orten sind die Fernseher hier etwas größer.
Und lauter. Viel lauter.
Und auch heute bleiben wir unserem Beruf treu.

Wie hier, beim Besuch einer acht Etagen umfassenden Spielhalle.

Mit Pferderennsimulator

und vielen einsamen Menschen.
"Lost in translation"

Die Frage ist eben nur:

"Wie kommen wir wieder zurück nach Shibuya?"
zeitconsole um 18:44 |
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Tag XIX
Ankunft Tokio, 03.10.2005
Ankunft in Tokio, gestern Abend, gegen acht Uhr Ortszeit, nach knapp 20 Stunden Gesamtreisezeit. Eine Suppe, ein Bier und ein feststehendes Bett, wie wunderbar.
zeitconsole um 17:33 |
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03.10.2005
Tag XVIII
Kurz, 02.10.2005
Reisetag:
Unsere amerikanischen Freunde haben leider keine Arbeitserlaubnis für Japan und deshalb dürfen sie keine Instrumente, geschweige denn zum Verkauf bestimmte T-Shirts oder CDs, mitnehmen, denn sonst würde der japanische Zoll Ihnen wohl einen Strick daraus drehen. Also mussten wir alles Gepäck so umpacken und aufteilen, dass wir, die wir im Besitz einer vorübergehenden Arbeitserlaubnis sind, das gesammelte Instrumentarium und alle andere Ware mitbringen, während Adam, Jordan und Jef sich unserer Klamotten annahmen.
Ich gebe zu, eine etwas komplizierte Angelegenheit, aber man lernt ja nie aus und schlussendlich hatte jeder seine oder wessen auch immer vier Koffer oder Taschen neben sich stehen und so schüttelten sich vor dem Flughafenterminal einige Hände, man sagte "Auf Wiedersehen" zu Paul unserem Fahrer und "Lilly" unserem Bus, die uns die letzten zehntausend Kilometer sicher bis hierher gebracht hatten. (Natürlich heißt der Bus nicht Lilly, aber ich dachte, es ist ein schöner Name und ein Bus könnte durchaus einen Namen tragen)
Über den Flughafen und unseren Aufenthalt dort gibt es ansonsten nicht mehr viel zu erwähnen, außer dass der Ansager am Gate, möglicherweise in Ermangelung der passenden Maschine, die Warnsignale und Piepgeräusche mit seinem eigenen Mund zu erzeugen versuchte.
Um 12 Uhr Mittags startete das Flugzeug auf seine Reise über den Pazifik und mit 16 Stunden war das wahrscheinlich der kürzeste Sonntag unseres Lebens, denn vier Stunden nachdem das Flugzeug startete, passierten wir die Datumsgrenze und plötzlich war Montag.
Und ebenso pötzlich haben wir Deutschland überholt. Rein zeitlich gesehen.
zeitconsole um 16:02 |
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Tag XVII
Los Angeles, 01.10.2005
Fünfzehntes und letztes Konzert auf dem amerikanischen Teil dieser Reise:
Als unser Bus am Samstag gegen Mittag auf dem Wilshire Boulevard vor der Konzerthalle "El Rey" anhielt, gab es noch ein paar Stunden zur freien Verfügung.
Einigen, inklusive mir, schien die etwa neunstündige Busfahrt von San Francisco nach Los Angeles noch nicht genug und so entschied man sich, sogleich in den nächsten Bus nach Santa Monica zu steigen, um doch endlich noch den Pazifik zu sehen.
Nachdem der Fahrer des Linienbus etwa 45 Minuten den nicht enden wollenden Wilshire Boulevard hinab gerast war und endlich in Santa Monica den letzten Halt der Linie 20 verkündet hatte, sprangen wir in freudiger Erwartung eines sonnigen Strandspaziergangs aus dem Bus, aber siehe da, es war plötzlich ganz neblig und kalt geworden.

Nachdem weitere 45 Minuten vergangen waren, hatten wir immerhin einen Strandspaziergang und einen Kaffe zum Mitnehmen absolviert, sowie einige Schritte in pazifischen Wasser, sehr schön, und als wir nach weiteren 45 Minuten, stehend - im Expressbus immerhin - wieder an unserer Bushaltestelle ankamen, schien dort die Sonne, als wär' nichts gewesen. Ich verstehe diese Stadt nicht. Aber egal, Ausladen, Aufbauen, Soundcheck...

...Konzert

...und was zehn Minuten alles ausmachen.
(Das "El Rey" gehört offensichtlich zu den Läden, die so schnell wie möglich Publikum und Band wieder raus haben wollen, nachdem alles Geld drin und das Konzert beendet ist.)
Dann die große Packerei:

"Boy in static" flogen von hier aus zurück nach Boston, wir weiter nach Tokyo. Alles musste sortiert werden, Kisten und Koffer erneut gepackt, Gepäckpläne erstellt, es war ein heilloses Durcheinander, das sich nur langsam lichtete und als endlich alles gepackt und für die kommende Flugreise vorbereitet war, gab es ungefähr noch eine Stunde Bettruhe.
zeitconsole um 15:10 |
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02.10.2005
Tag XVI
San Francisco, 30.09.2005

Die "Great American Music Hall" hatte das Erdbeben am 18.April 1906 ebenso wenig überstanden, wie die meisten andern Gebäude dieser Gegend San Francisco's, nur dass sie im Gegensatz zu diesen, sofort nach der Katastrophe - die Reichen und Schönen brauchten ja schließlich einen Ort zum Feiern - wieder errichtet wurde und nun mit knapp 100 Jahren das älteste Gebäude im Viertel ist.

Die Zeiten ändern sich und so hatte man gestern sogar uns Einlass gewährt.
Aber erst mal drei Stunden Freizeit.

Anstatt das geniale Amoeba-Schallplattenwarenhaus in der berühmten Haight-Street zu besuchen (Foto vom letzten Jahr), stand diesmal die Premiere einer Cable-Car Fahrt auf meinem Programm.

Wunderbar, was man da immer wieder für einen Blick hat.

Alleine die Schaffner und "Lokomotivführer" sind schon den Preis der Fahrkarte wert, denn Sie bauen mit jedem Fahrgast ein persönliches Verhältnis auf, kümmern sich ganz liebevoll darum, dass beim Aussteigen niemand von vorbeifahrenden Autos überfahren wird und wenn mal ein Motorradfahrer hinter der Bahn herfahren muss, kann es auch passieren, dass der Schaffner während der Fahrt ein Schwätzchen mit diesem hält und bei einem Ampelhalt sogar kurz abspringt, um sich das Zweirad genauer anzusehen. Dieser liebevolle Umgang mit den Mitmenschen beschränkt sich wohl nicht nur auf die Cable-Car Belegschaft, wie ich mir nach dem Konzert erzählen ließ (Danke Christine, danke Tilmann): In San Francisco kann es auch mal vorkommen, dass eine Busfahrerin (natürlich bei stehendem Bus) aussteigt, einer alten Oma nach Hause hilft und erst dann wieder Ihrem Beruf nachgeht...
Das Konzert war eines der besten auf der bisherigen Tour. Das Bild spricht für sich.

Nachdem der Bus wieder beladen war und man noch ein wenig vor demselben herumstand, man beachte dass auch die Reklametafel schon auf den nächsten Tag und die nächste Veranstaltung eingestellt worden war,

kam wie im Vorjahr, ein etwas angetrunkener Mann vorbei, gesellte sich zu uns und ergriff das Wort. Natürlich war das nicht der gleiche Mann wie letztes Jahr, aber beide waren gleichermaßen mitteilungsbedürftig und damit hier niemand benachteiligt wird, stattete ich den Mann von gestern mit der Stimme vom Vorjahr aus.
Voila:
http://www.console.li/diverse/Zeit/Brothers.mov
zeitconsole um 11:23 |
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01.10.2005
Tag XV
Eugene, 29.09.2005
Vinyl-junkies auf Turkey.

Morgens um 10 Uhr in Eugene/Oregon.
Direkt nach unserer Ankunft, sprangen - wie immer - alle Busbewohner aus Ihrer Höhle und stoben in verschiedene Richtungen davon, bis alle sich nach nur zwei Minuten wieder ganz zufällig, um den einzigen Plattentisch eines nahegelegenen Flohmarktes zusammenfanden. Alle außer Martin (ichMartin), der lief nach einer Stunde immer noch mit seinem Laptop durch die Gegend, auf der Suche nach Netz....
Eugene ist eine Hippiestadt in Oregon, in der man viele 10Cent-Münzen braucht, denn alle halbe Minute kommt einer der Hippies vorbei und bittet um eine.
Der Club in Eugene ist eine Institution, seit 30 Jahren schon, sogar noch länger, aber vorher unter anderem Namen. Das erste Rock`n`Roll-Konzert, das die Stadt jemals gesehen hat, soll hier stattgefunden haben, erzählt uns der Veranstalter nach dem Konzert bei einem gemütlichen Bier in der Kellerbar.
Leider kommt es immer seltener vor, dass man nach dem Konzert noch gemütlich ein Bier am Konzertort trinken kann. Oft werden die armen Konzertbesucher sobald der letzte Ton verklungen ist, wie Vieh aus dem Club getrieben und auch die Bands werden gerne mal so schnell wie möglich wieder durch die Hintertür auf die Straße abgeschoben.
Nicht aber am 29.September 2005 in der Wow-Hall in Eugene.

Danke.
zeitconsole um 11:50 |
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